Musik

im Museum Folkwang

Klavierkonzert zum Ausklang des Jubiläumsjahres der Städtepartnerschaft Essen - Nischni Nowgorod

Thomas Günther spielt Werke russischer Futuristen
Sonntag, 13. November 2016 um 12 Uhr
Museum Folkwang, Karl Ernst Osthaus-Saal

Programm:

N. Obouchov  (1892-1954)
Les Astrales parlent (1915)
La Paix pour les Réconciliés – Vers la source avec le calice (1948)
  
A. Skrjabin (1872-1915)  
5 Préludes  op. 74 (1914)
Douloureux, déchirant
Très lent, contemplatif
Allegro drammatico
Lent, vague, indécis
Fier, belliqueux

A. Lourié  (1892-1966)
Formes en l’air (1915)

I. Stravinsky (1882-1971)
Piano Rag Music (1919)

N. Roslawetz (1881-1944) 
Deux Compositions (1915)
Quasi Prelude   
Quasi Poème   
 
A. Mossolow
 (1900-1973)      
Deux Nocturnes (1925/1926)
Sonate Nr. 4 op.11 (1925)

In Russland vollzogen sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts tiefgreifende Veränderungen, die auch in der Kunst ihren Niederschlag fanden. Noch blieb offen, wohin der Weg führte. Russische Komponisten wie Igor Strawinsky, Alexander Skrjabin, Nikolaij Obouchov, Nikolaij Roslavetz, Arthur Lourie und Alexander Mosolov waren die Wegbereiter des Russischen Futurismus. Dafür wurden manche von ihnen verfolgt, andere totgeschwiegen oder ins Exil getrieben...

Dem Essener Klavier-Virtuosen, Professor Thomas Günther von der Folkwang Universität der Künste, verdanken wir ihre Wiederentdeckung und dieses einzigartige Konzert.

Bürgermeister Franz-Josef Britz spricht das Grußwort.
Der Musikwissenschaftler Mark Ziegler führt in die Zeit und die Musik ein.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung e.V.

Mitglieder der Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung und des Kunstring Folkwang erhalten ermäßigte Eintrittskarten zum Preis von 5 €. Nichtmitglieder 8 €, Studierende 3 €
Kartenverkauf vor Veranstaltungsbeginn im Museum.
Kartenreservierung möglich unter 0201 8845 102 oder kunstring@museum-folkwang.essen.de

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
www.museum-folkwang.de
www.kunstring-folkwang.de

Thomas Günther

Sonntag, 6. November 2016 um 14 Uhr
Karl Ernst Osthaus-Saal

Kammerkonzert "Sequenza III"  im Rahmen des
NOW! Word Up! Festival 2016

Almerija Delic, Mezzosopran
Solisten der Folkwang Universität der Künste

Programm

Helmut Lachenmann
"temA" für Flöte, Stimme und Violoncello

Peter Ablinger
Aus: "Voices and piano"
 "Angela Davis"
 "Martin Heidegger"
 "Agnes Gonxha Bojaxiu (Mutter Theresa)"
 "Hanns Eisler"
 "Arnold Schönberg"

 Luciano Berio
"Sequenza III" für Frauenstimme

 Jacob ter Veldhuis
"GRAB IT!" für Bassklarinette und Tape

 Vinko Globokar
"Discours II" für fünf Posaunen bzw. Posaune und Tonband

Teilnahmegebühr: 10 € / 5 € inkl. Systemgebühr. Kartenvorverkauf über Folkwang Universität:
0201 4903-231 oder karten@folkwang-uni.de

Mitglieder des Kunstring Folkwang zahlen den ermäßigten Eintritt.
Kartenreservierung 0201 8845102 oder kunstring@museum-folkwang.essen.de

Ein Konzert der Folkwang Universität der Künste in Kooperation mit dem Kunstring Folkwang e.V., Verein der Freunde des Museum Folkwang. Gefördert von der Kunststiftung NRW.

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
www.museum-folkwang.de
www.kunstring-folkwang.de

Almerija Delic

 

 

 

Konzert zur Präsentation Sammlung Looser im Museum Folkwang. Dialoge
Morton Feldman: Crippled Symmetry (1983)

Samstag, 24. September 2016 um 15 Uhr

Morton Feldman (1926-1987) – Crippled Symmetry für Flöte, Schlagzeug und Klavier (1983)

E-MEX:
Evelin Degen, Flöte
Martin von der Heydt, Klavier
Michael Pattmann, Schlagzeug

Das E-MEX-Ensemble tritt mit Morton Feldmans Komposition Crippled Symmetry in einen speziellen Dialog mit den Gemälden von Mark Rothko, Frank Stella, Ellsworth Kelly oder Sean Scully. Feldman hatte ein sehr enges Verhältnis zur Kunst des Abstrakten Expressionismus. Vor allem in Rothko erkannte er einen künstlerisch Verwandten, dem er sich musikalisch annähern konnte. Besonders sinnfällig wird dies in Feldmans Spätwerk Crippled Symmetry (1983). Rothkos Ausschweifen in unbestimmten Flächen findet seine Entsprechung bei Feldman in einer Musik, die ihren Hörern einen großen Raum eröffnet. So lässt sich Crippled Symmetry für Flöte, Schlagzeug und Klavier am besten als musikalische Installation begreifen, deren Klänge man als Hörer auf ganz unterschiedliche Weise im Zusammenwirken mit den Bildern im Raum erleben kann.

Das Konzert wird gefördert von:
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Kulturbüro der Stadt Essen, Sparkasse Essen »PS-Sparen und Gewinnen« und E-MEX e.V.

In Kooperation mit dem Kunstring Folkwang e. V., Verein der Freunde des Museum Folkwang.
Teilnahme kostenfrei 

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
www.museum-folkwang.de
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Konzert mit Studierenden der
Klavierklasse Prof. Thomas Günther
Folkwang Universität der Künste

Sonntag, 5. Juni 2016 um 12 Uhr

Konzert mit Klavierwerken aus Romantik, Impressionismus und früher Moderne

Museum Folkwang, Karl Ernst Osthaus-Saal

Programm:

Robert Schumann (1810 – 1856), Davidsbündlertänze op.6, 2. Heft Nr. 1-6
Yunming Guan

Olivier Messiaen (1908 – 1992), Plainte calme  und  Un reflet dans le vent, aus: Préludes
Ye-kyung Hong

Frédéric Chopin (1810 – 1849), Fantasie op. 49
Cheong Ah Kang

Maurice Ravel (1875 – 1937), Oiseaux tristes  und  Une barque sur l´océan, aus: Miroirs
Daria Yuryeva

Johannes Brahms (1833 – 1897), Sonate C-Dur op. 1,
1. Satz Allegro

Carla Suharto

Olivier Messiaen, Première communion de la Vierge, aus: Vingt regards sur l'enfant-Jésus
Maria Franzke

Olivier Messiaen, Regard de l'Esprit de joie, aus: Vingt regards sur l'enfant-Jésus
Tilman Wolf     
     
Franz Liszt
(1811 – 1886), Fantasie und Fuge über
B-A-C-H

Kyungjun Park    

Eintritt: 8 € Standard, 5 € Kunstring-Mitglieder, 3 € Studierende
Kartenreservierung unter 0201/ 88 45 102 oder kunstring@museum-folkwang.essen.de

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
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Robert Delaunay
Formes circulaires, soleil, 1912/13
Kreisformen, Sonne
© Museum Folkwang

SaitenBlicke – Musik jenseits von Akademie und Avantgarde

Konzert anlässlich der Ausstellung
Der Schatten der Avantgarde. Rousseau und die vergessenen Meister

Donnerstag, 15.10.2015 um 18 Uhr

Mit Werken u. a. von Louis Eilshemius, Erik Satie, George Antheil, Alphons Diepenbrock, Lord Berners, Federico Mompou, Edward Elgar, Henri Rousseau, Andreas Seidel, Violine, Steffen Schleiermacher, Klavier und Moderation

Programm

Erik Satie (1866-1925) Choses vues à droite & à gauche (sans lunettes) (1914)  
für Violine und Klavier
Choral Hypocrite
Fugues à tâtons
Fantasie musculaire 

Erik Satie Embarquement pour Cythère (1917) für Violine und Klavier 

Lord Berners (1882-1950) Three Funeral marches (1916)  für Klavier
No. I  for a Statesman
No. II  for a Canary
No. III  for a Rich Aunt

Josef Matthias Hauer
(1883-1959) Vier Stücke für Geige und Klavier (1924)       
Langsam
Ruhig fließend
Ausdrucksvoll bewegt
Lebhaft

Alphons Diepenbrock (1862-1921) Avondschemer (Abenddämmerung) (1915)   
für Klavier

Henri Rosseau (1844-910) Clémence (1885) für Violine Solo   

Louis Eilshemius (1864-1941), Zapparella op. 40  
Caprice op. 37 für Klavier       

Edward Elgar (1857-1934), Sospiri (1914)  für Violine und Klavier    

Federico Mompou
(1893-1987) Trois Variations (1921) für Klavier 
thème
les soldats
courtoisie
nocturne

George Antheil (1900-1959) 2. Violinsonate (1923)      

Eintritt: 12 € / 7 € / Studierende 3,50 € / Kunstring Folkwang frei

In Kooperation mit Deutschlandradio Kultur und dem Kunstring Folkwang e.V., Verein der Freunde des Museum Folkwang

Museum Folkwang, Karl Ernst Osthaus-Saal
Museumsplatz 1
45128 Essen
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www.kunstring-folkwang.de

Andreas Seidel und Steffen Schleiermacher

Linie und Farbe
Konzert mit Studierenden der
Klavierklasse Prof. Thomas Günther
Folkwang Universität der Künste

Sonntag, 7. Juni 2015 um 12 Uhr

Programm

Franz Schubert, Sonate c-moll, 1. Satz
Tilman Wolf      

Frédéric Chopin, Polonaise-Fantaisie
Yunming Guan    

Ludwig van Beethoven, Sonate Les Adieux, 2. & 3. Satz 
Daria Yuryeva    
      
Franz Liszt,
Tarantella
Laetitia Hahn    
    
Olivier  Messiaen
, Vingt Regards sur l´Enfant-Jésus,  Nr. 2- 4
Maria Franzke       

Sergei  Prokofjew, Sonate Nr. 3
Ye-Kyung Hong     

Ludwig van Beethoven, Sonate op. 101, 1. & 2. Satz
Kyungjun Park    
  
Franz Liszt
, Dante-Sonate
Yi Yuan    

Museum Folkwang, Karl Ernst Osthaus-Saal

Eintritt: 8 € Standard, 5 € Kunstring-Mitglieder, 3 € Studierende
Kartenreservierung unter 0201/ 88 45 102 oder kunstring@museum-folkwang.essen.de

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
www.museum-folkwang.de
www.kunstring-folkwang.de

Sonntag, 19. April 2015 um 15 Uhr
Finissage zur Ausstellung Detlef Orlopp – Nur die Nähe, auch die Ferne. Fotografie
Der Gitarrist Wilhelm Bruck spielt KO-THA. Drei Tänze des Shiva für Schlaggitarre solo (1967) von Giacinto Scelsi

Giacinto Scelsi wurde 1905 in Rom geboren. Er studierte die damals avanciertesten Kompositionstechniken und schreibt als erster italienischer Komponist dodekaphonische Musik. Zunehmend empfindet er die abendländischen Kompositionssysteme als ihm aufgezwungen. Er setzt sich mit östlichen Philosophien auseinander, lässt sich vom Buddhismus inspirieren, komponiert Werke, die um einen einzigen Ton, einen Klang kreisen und in denen er "un viaggio al centro del sonido" unternimmt.

KO-THA wurde 1967 von Scelsi spielerisch am Instrument entwickelt. Dem Eigenleben des Materials, hier ausschließlich der e i n e Klang der Leersaitengitarre, wird so viel Raum gegeben, daß ein vegetativ-organischer Formprozess entsteht. Auch die Attitude der action-music spielt dabei ihre Rolle: die Hände des Spielers vollführen auf der horizontal vor ihm liegenden Gitarre einen sich oft bis zur Gewaltsamkeit steigernden Tanz.

Wilhelm Bruck studierte Gitarre und Laute in Köln. Seit 1966 regelmäßige Zusammenarbeit mit Mauricio Kagel im Kölner Ensemble für Neue Musik. Ab 1969 mit Kagel, Christoph Caskel und Theodor Ross gemeinsames Studio in Köln. 1972 Gründung des Duos Bruck-Ross, für das Helmut Lachenmann den "Salut für Caudwell" komponierte und das auch die beiden ersten Fassungen des "Zwei-Mann-Orchesters" von Kagel realisierte. Weltweite Gastspiele mit oftmals szenisch erweitertem Repertoire. 1980 bis 1990 Professur an der Staatlichen Musikhochschule in Karlsruhe.
Zurzeit ist Wilhelm Bruck auch am MIR in Gelsenkirchen zu erleben; gemeinsam mit Matthias Würsch spielt er dort die dritte Fassung des "Zwei-Mann-Orchesters".

Teilnahme kostenfrei mit Eintrittskarte. In Kooperation mit dem Kunstring
Folkwang e.V., Verein der Freunde des Museum Folkwang.
Für Mitglieder des Kunstring Folkwang kostenfrei.

 

 

Wilhelm Bruck
© Jürgen Diemer

Freitag, 21. November 2014
Benyamin Nuss spielt Nobuo Uematsu
Ein japanischer Abend im Museum Folkwang

In diesem Game Music Concert spielt der junge Pianist Benyamin Nuss Werke von Nobuo Uematsu. Der Komponist für Spielemusik ist vor allem für seinen Soundtrack zu Final Fantasy bekannt.

Im Anschluss an das Konzert stehen Kunstvermittler in der Ausstellung Monet, Gauguin, van Gogh ... Inspiration Japan als Ansprechpartner bereit.

18 Uhr Bücher- und Medientisch in Zusammenarbeit mit der Manga Box, Köln; Videoscreening; japanische Drinks und Snacks im Café

19 Uhr Konzert im Karl Ernst Osthaus-Saal

20:30 Uhr Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung Monet, Gauguin, van Gogh ... Inspiration Japan

In Kooperation mit dem Kunstring Folkwang e.V., Verein der Freunde des Museum Folkwang.

Teilnahmebeitrag (Konzert und Ausstellungsbesuch): 15 €, Studierende 6 €.
Tickets sind am Veranstaltungstag ab 10 Uhr an der Kasse erhältlich.

Titelbild: Utagawa Kunisada (Toyokuni III),
Nakamura Shikan VI in der Rolle des
Washi no Chokichi, 1861
© Stiftung Museum Kunstpalast – ARTOTHEK

Neue Musik im Folkwang
Karl Ernst Osthaus-Saal

Freitag, 10. Oktober 2014
19.30 Uhr

Inspiration Japan
Konzert zur Ausstellung Monet, Gauguin, van Gogh… Inspiration Japan

E-MEX-Ensemble

Programm
kuratiert von Peter Gahn

19.30 Uhr
Einführung in Ausstellung und Programm durch Peter Gahn und Peter Daners

Yasuko Yamaguchi
Lichttempel (2005)
für Flöte und Klavier

Gagaku
Sôjô no chôshi
Fassung für Akkordeon

Gerald Eckert
empty rooms (2009)
für Flöte, Kontrabassklarinette, Klavier, Violine mit Schlagzeug

Gagaku
Banshikichô no chôshi
Fassung für Akkordeon

Toshio Hosokawa
Vertical Time Study I (1993)
für Klarinette, Violoncello und Klavier

Gagaku
Hyôjô no chôshi
Fassung für Akkordeon

Peter Gahn
ink, colours and gold on paper II+III surrounding 1+2 (2005‐07)
für Flöte, Violoncello, Akkordeon, Schlagzeug und Live‐Elektronik


E-MEX
Evelin Degen, Flöte
Joachim Striepens, Klarinette
Kalina Kolarova, Violine
Burkart Zeller, Violoncello
Christina Taczyk, Akkordeon
Michael Pattmann, Schlagzeug
Martin von der Heydt, Klavier

Museum Folkwang, Karl Ernst Osthaus-Saal

Eintritt: 12 € Standard, 7 € Kunstring-Mitglieder, 3,50 € Studierende
Kartenreservierung unter 0201/ 88 45 102 oder kunstring@museum-folkwang.essen.de

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
www.museum-folkwang.de
www.kunstring-folkwang.de

Das Konzert wird unterstützt durch E.ON, die Sparkasse Essen, E-MEX e.V. und den Kunstring Folkwang e. V., Verein der Freunde des Museum Folkwang

 

Zur Musik

Der »Japonisme« gilt als prägender Einfluss japanischer Kunst auf die impressionistischen Maler im ausgehenden 19. Jahrhundert. Japanische Bilder, Kalligrafie, Gedichte und die alte japanische Musik inspirierten aber nicht nur die bildenden Künstler, sondern auch die europäischen Komponisten – bis in die Gegenwart. Ähnlich wie die Ausstellung Monet, Gauguin, van Gogh… Inspiration Japan es sich zur Aufgabe gemacht hat, die französische Rezeption und Verarbeitung japanischer Kunst im unmittelbaren Vergleich zu veranschaulichen, soll unser Konzertprogramm das Thema auf der musikalischen Ebene beleuchten.

Yasuko Yamaguchi, die seit vielen Jahren in Deutschland lebt, machte sich bei der Komposition von Lichttempel auf die Suche nach ihren eigenen kulturellen Wurzeln. Dabei stieß sie auf den japanischen Tempel Byodo-in in Kyōto mit seinen typischen hölzernen Figuren. »Diese Figuren«, so die Komponistin, »sitzen wie himmlische Scharen auf Wolken oder fliegen, tanzen und musizieren. Beim Komponieren von Lichttempel habe ich mir zuweilen lächelnd vorgestellt, dass diese Fliegenden mein Stück spielen.«

Auch das Œuvre des gebürtigen Japaners Toshio Hosokawa, der sich intensiv mit dem traditionellen japanischen Instrumentarium beschäftigt hat, ist von Einflüssen seiner heimatlichen Kultur geprägt. In dem Stück Vertical Time Study I verwirklicht er neue Zeitstrukturen für europäische Instrumente: Liegende Töne, die kontinuierlich übereinander geschichtet werden und sich zu verschiedenfarbigen Akkorden entfalten, treffen auf kurze, akzentuierte Klangmomente sowie auf Pausen der Stille, die das Erleben der zeitlichen Dimension intensivieren.

Der Titel des Werks empty rooms von Gerald Eckert ist einer Textzeile aus dem Gedicht The waste Land von T. S. Eliot (1888-1965) entliehen. Eckert fordert die Konzentration der Zuhörer oft, indem er die Töne in seinen Kompositionen knapp unter und über der Hörgrenze platziert. So gelingt es ihm hier, den scheinbar leeren Raum musikalisch abzubilden.

Bezüge zur traditionellen Musikkultur Japans werden besonders in den Bearbeitungen der seit mehr als 1000 Jahren überlieferten Gagaku-Musik hörbar. Die ursprünglich für ein Ensemble japanischer Saiten-, Schlag- und Blasinstrumente geschriebenen Stücke werden hier vom Akkordeon interpretiert, welches ein den Gagaku-Instrumenten ähnliches Klangfarbenspektrum zur Verfügung stellt. Zudem basiert Gagaku auf einem Zeitmaß, das durch Vermeidung erkennbarer Atempausen oder Abphrasierungen der westlichen Kunstmusik fremd erscheinen mag: Im mehrstimmigen Spiel entsteht ein fortdauernder ›Klang-Sog‹, wobei immer wieder einzelne Stimmen in ihrer improvisatorischen Ausgestaltung von der Hauptmelodie abweichen.

Die heterophone Anlage der Gagaku-Musik adaptierte auch Peter Gahn für seine Kompositionen. Mit ink, colours and gold on paper II+III surrounding 1+2 hat Gahn ein Werk komponiert, das sowohl von der Gagaku-Musik als auch von der bildenden Kunst inspiriert ist: Als visuelle Vorlage diente ihm ein japanischer Wandschirm aus dem 17. Jahrhundert, zu dessen strahlend-glänzender Goldgrundierung der Komponist eine musikalische Parallele in den hohen Mehrklängen der Gagaku-Musik erkannte. Seine Vorstellung von dieser Klangwelt transkribierte Gahn für europäische Instrumente, so dass in seinem Werk grundlegend verschiedene Musiksprachen einander begegnen.

Leonie Reineke

e-mex ensembleE-MEX-Ensemble (c) Georg Schreiber, 2010

Konzert mit Klavierwerken russischer Komponisten
Klavierklasse Prof. Thomas Günther
Folkwang – Universität der Künste Essen

Sonntag, 1. Juni 2014 um 12 Uhr
Museum Folkwang , Karl Ernst Osthaus-Saal

Programm:

D. Shostakovich (1906-1975), Präludien und Fugen G – Dur und g – moll
Yi Yuan

S. Rachmaninoff (1873-1943), Etüden op. 33 Nr. 3,4,7,8
Yunming Guan

A. Skrjabin (1872-1915), Sonate Nr. 2 op. 19, Andante, Presto
S. Rachmaninoff, Etüde op. 39,9
Daria Yuryeva

S. Prokofjev (1891-1953), Visions fugitives op. 22 Nr. 1-5, 10,11, 14
Laetitia Hahn

S. Prokofjev, Sonate Nr. 6 op. 82, 1. Satz Allegro moderato
I. Stravinsky (1882-1971), Etüde op. 7,4
Kyung Jun Park

S. Protopopov (1893-1954), Sonate Nr. 2 op. 5
Tilman Wolf

A. Skrjabin, Sonate Nr. 4 op. 30, Andante, Prestissimo volando
Lu Yin

Museum Folkwang, Karl Ernst Osthaus-Saal

Eintritt: 8 € Standard, 5 € Kunstring-Mitglieder, 3 € Studierende
Kartenreservierung unter 0201/ 88 45 102 oder kunstring@museum-folkwang.essen.de

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
www.museum-folkwang.de
www.kunstring-folkwang.de

Freitag, 4. April 2014 um 19.30 Uhr

Klavierabend mit Andreas Boyde
Museum Folkwang, Karl Ernst Osthaus-Saal

Das ursprünglich für den 21. und 23. Februar 2014 vorgesehene Klavierabend mit Andreas Boyde (*1967) findet am Freitag, den 4. April 2014, 19.30 Uhr im Karl Ernst Osthaus-Saal des Museum Folkwang statt. Der Pianist spielt Werke von Ludwig van Beethoven (u.a. Klaviersonate Nr. 14 op. 27, Nr. 2, Mondschein), Maurice Ravel (Miroirs. Fünf Stücke für Klavier) und Modest Mussorgski (Bilder einer Ausstellung). Das Konzert findet anlässlich der Ausstellung KARL LAGERFELD – Parallele Gegensätze (15. Februar – 11. Mai 2014) statt.

Andreas Boyde gastierte in wichtigen Musikzentren weltweit und konzertierte als Solist mit namhaften Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Prague Radio Orchestra, dem Auckland Philharmonia Orchestra, dem Zürcher Kammerorchester, den Bamberger Symphonikern, dem Hallé Orchestra, den Dresdner Sinfonikern, dem Bolshoi Theatre Symphony Orchestra und den London Mozart Players.

In Kooperation mit dem Kunstring Folkwang e.V., Verein der Freunde des Museum Folkwang

Kartenreservierung unter 0201 8845102 oder kunstring@museum-folkwang.essen.de
Karten: 15 € Standard / 10 € Kunstring-Mitglieder / 5 € Schüler, Studenten

 

 

e-mex ensembleFoto: Christian Steiner